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Lunchsymposium MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG

Viel Rauch um Nichts?! Substanzmissbrauch und Abhängigkeit bei ADHS im Kindes- und Jugendalter

Freitag, 08.11.2019, 12:45-13:45 Uhr, Flügelsaal 1

 

Menschen mit ADHS haben ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Substanzmissbrauch und Abhängigkeitserkrankungen. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Debatten und es gibt verschiedene Erklärungsansätze für die Zusammenhänge zwischen ADHS und Substanzkonsum bzw. Abhängigkeit.

Aufgrund der hohen Komorbidität wird vielfach gefordert, dass in der Diagnostik der adulten ADHS eine gleichzeitige Suchtanamnese erfolgen soll. Denn substanzbezogene Störungen bzw. anhaltender Suchtmittelkonsum erschweren eine leitliniengerechte Diagnose und Therapie der ADHS.

Was bedeuten diese Erkenntnisse für den Kinder- und Jugendbereich? Welche Konzepte für eine frühzeitige Prävention stehen zur Verfügung? Welche erfolgversprechenden Ansätze zur Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen gibt es? Wie kann von den Erfahrungen im Erwachsenenbereich profitiert werden?

Diese und andere drängende Fragen werden im Rahmen des wissenschaftlichen Symposiums diskutiert.

Referenten:
Dr. Hans-Peter Medwed, Oberarzt an der Klinik für Suchtmedizin und Abhängiges Verhalten, Klinikum Stuttgart
Dr. Moritz Noack, Oberarzt in der Abteilung für Suchttherapie, LWL-Universitätsklinikum Hamm
Dr. Henrik Uebel-von Sandersleben, leitender Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Göttingen