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Grußwort Dr. Gundolf Berg

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Kongressbesucher und Interessierte,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich lade Sie sehr herzlich ein, zu unserer Jahrestagung vom 15.11. bis zum17.11.2018 nach Magdeburg zu kommen.

Seit 50 Jahren gibt es in Deutschland nun die Kinder- und Jugendpsychiatrie als eigenständige Facharztgruppe. Seit 40 Jahren gibt es den Berufsverband dazu, wir feiern in diesem Jahr das 40-jährige Bestehen des BKJPP. Vom 15.-17.11.2018 werden wieder zahlreiche Kolleginnen und Kollegen im Rahmen der Jahrestagung über Fachthemen diskutieren, sich über berufspolitische Entwicklungen informieren und diese diskutieren, alt- bekannte Kolleginnen und Kollegen treffen und neue kennenlernen, mitein- ander feiern, im Rahmen der Mitgliederversammlung die Vereinsgeschicke mitbestimmen und vieles mehr rund um die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen tun.

 

Die Organisatoren haben mit dem Thema „Geschwister“ ein Thema gewählt, das in vielerlei Hinsicht unser Tun betrifft. So haben Geschwisterbeziehungen in unserer täglichen Arbeit mit den Familien eine besondere Bedeutung, die es genauer zu beleuchten gilt. Wir haben als Professionelle auch „geschwisterliche Beziehungen“ in allen Facetten: Zu unseren Kollegen vor Ort, als Verband zu den benachbarten kinder- und jugendpsychiatrischen „Schwes- ter-Verbänden“, der DGKJP und der BAG-KJPP, zu den benachbarten Professionen, insbesondere den Kinder- und Jugendärzten und Kinder- und Jugendli- chenpsychotherapeuten, aber auch zur Jugendhilfe, zur Schule und weiteren Beteiligten, die sich mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien befassen. Wir werden das Thema Geschwister mit seinen sehr unterschiedlichen Aspekten in Magdeburg ausloten. Dass der Präsident unserer wissenschaftlichen Fachgesellschaft, der DGKJP, Prof. Flechtner in Magdeburg beheimatet ist, verspricht sehr kurze Wege in den universitären Bereich unseres Faches und lässt Magdeburg im Jubiläumsjahr unseres Verbandes und unseres Faches ein wenig mehr ins Zentrum der deutschen Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie rücken. Es wäre schön, wenn wir mit unserer Ortswahl auch zur Versorgungssituation in Sachsen-Anhalt beitragen könnten, denn es gibt insbesondere in diesem Bundesland noch deutlichen Bedarf für weitere kinder- und jugendpsychiatrische Versorgungsangebote. Magdeburg hat als Stadt in den letzten 150 Jahren massive Veränderungen erlebt: Etwa 1880 erreichte die Einwohnerzahl die Marke von 100.000, wuchs dann rasch an bis auf ca. 350.000 Einwohner in den 1930er Jahren. Unter dem 2. Weltkrieg hatte Magdeburg besonders zu leiden, es wurde weitestgehend zerstört und 1945 lebten noch ca. 90.000 Menschen in der Stadt. Bevölkerungsmäßig hat es bis heute noch nicht den Stand der 1930er Jahre erreicht. Die Stadt wuchs in der DDR-Zeit wieder an auf ca. 290.000 Menschen, doch nach 1989 kam es abermals zu einem Einbruch. 2010 lebten hier noch 230.000 Menschen, aktuell sind es wieder 240.000, Tendenz steigend. Wir als Kinder- und Jugendpsychiater und -psychotherapeuten wissen, dass hinter diesen Zahlen viele Schicksale stehen, Schicksale mit denen wir tagtäglich zu tun haben. Insofern ist es sehr passend und schön gerade in dieser Stadt sein zu können, und uns hier mit den Inhalten unseres Tuns zu befassen. Die Erfahrungen mit den Herausforderungen, die die Stadt Magdeburg zu bewältigen hatte und hat, nämlich Extreme in der Bevölkerungsentwicklung, zuletzt den Exodus nach der Wiedervereinigung, können vielleicht genutzt werden, um den aktuellen Herausforderungen durch die demographischen Veränderungen bundesweit oder die zunehmenden Unterschiede zwischen Stadt und Land erfolgreich zu bewältigen. In Bezug auf gesamtgesellschaftliche Her- ausforderungen und die daraus sich ergebenden Bedarfe und Notwendigkeiten gibt es für uns alle noch viel zu tun.„Geschwister-Solidarität“ zwischen den Regionen und überhaupt in der Gesellschaft, gute Arbeitsbeziehungen zu den Geschwisterdisziplinen unseres Fachgebiets können dabei sicher sehr hilfreich sein, ich halte sie für unabdingbar. Damit bin ich wieder bei Thema unseres Kongresses „Geschwister“ angelangt und schließe den Kreis. Mein Dank an dieser Stelle gilt zu allererst meiner Vorstandskollegin Anja Walczak, die es in unglaublicher Weise mit höchstem Engagement einmal mehr geschafft hat, ein höchstinteressantes Programm zusammenzustellen. Ich danke aber auch sehr herzlich der BKJPP-Regionalgruppe Sachsen-Anhalt, einer unserer kleinsten Regionalgruppen für deren wichtigen Beitrag zum Gelingen der Tagung und ebenso herzlich danke ich den Mitarbeiter*innen der Firma Kelcon für die sehr gute Organisation unserer Tagung. Ohne diese ginge es nicht. Nicht zuletzt gilt mein Dank allen Referenten, denn ohne sie gäbe es keinen Input und keine Tagung. Kommen Sie nun, liebe Teilnehmer*innen sehr zahlreich zu unserer Jahrestagung und helfen Sie mit, diese zu einem Erfolg werden zu lassen.

 


Herzliche Grüße
Ihr Dr. Gundolf Berg
Vorsitzender des Berufsverbandes


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